Peter Kox fordert Anwendung der Bereichsausnahme bei Vergabe des Bonner Rettungsdienstes

Statt einer Ausschreibung für profitorientierte Anbieter, fordert SPD-Landtagskandidat und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, Peter Kox, eine Vergabe der Rettungsdienstleistungen an die anerkannten örtlichen Hilfsorganisationen Bonns im Rahmen der sogenannten Bereichsausnahme.
 
Damit folgt Kox dem Kurs der Bonner SPD, die mit einer großen Anfrage im Sommer 2016 die Diskussion über die Bereichsausnahme erst in Gang gebracht hatte. „Nach neuer Rechtslage haben wir endlich die Möglichkeit rettungsdienstliche Leistungen an unsere bewährten Bonner Hilfsorganisationen zu vergeben. Auch nach den aktuellsten Erkenntnissen sollten wir diese Gelegenheit unbedingt wahrnehmen und die Bereichsausnahme anwenden, “ betont Peter Kox.
 
Das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter Unfallhilfe und der Malteser Hilfsdienst sind mehr als nur Rettungsdienst – sie sind in unsere Stadtgesellschaft integriert, verflochten und leisten seit Jahren in vielen anderen Bereichen hervorragende Arbeit. Eine womöglich europaweite Ausschreibung gefährdet die Sicherung der Arbeitsverhältnisse im Bonner Rettungsdienst sowie den Erhalt des ehrenamtlichen Netzwerkes der Hilfsorganisationen massiv. Die Leidtragenden seien letztlich nicht die Unternehmer, so Kox, sondern die  Beschäftigten, die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie am Ende auch alle Bonnerinnen und Bonner.
 
Peter Kox: „Nur mit der Bereichsausnahme können wir gewährleisten, dass Kosteneinsparungen nicht auf dem Rücken der Angestellten ausgetragen werden und, dass wir auch weiterhin als Stadtgesellschaft auf das ehrenamtliche Engagement in den Hilfsorganisationen bauen können – Darauf werden kommerzielle Anbieter schlicht nie zurückgreifen können. Für eine robuste Gefahrenabwehr und qualifizierte rettungsdienstliche Arbeit brauchen wir deshalb ohne jeden Zweifel unsere lokalen Hilfsorganisationen. Diese haben sich seit jeher bewährt und für diese setze ich mich ein.“