Wohnen

Seit vielen Jahren kümmere ich mich als Vorsitzender des Bonner Sozialausschusses und stellvertretender Mieterbund-Vorsitzender um das Thema Wohnraum – eine Kernaufgabe der Daseinsvorsorge und somit der Politik.

Der Bedarf an Wohnraum in Bonn ist, wie auch in manch anderen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden, groß und wird sogar noch größer – denn NRW wächst. Zugleich ändern sich die Anforderungen an Wohnraum: Immer mehr Menschen sind alleinstehend, darunter zunehmend Ältere. Und die „klassische“ 3- oder 4-Zimmer-Wohnung deckt diesen Bedarf nicht.

Der Deutsche Mieterbund NRW geht davon aus, dass in nordrhein-westfälischen Großstädten mittlerweile mehr als die Hälfte aller Haushalte prinzipiell wohnberechtigt im Sinne der Einkommensgrenze für den öffentlich geförderten Wohnungsbau sind, unter anderem durch Altersarmut.

Das SPD-geführte Wohnungsbauministerium in Düsseldorf hat auf diese Entwicklungen, die nicht nur Bonn, sondern beispielsweise auch Köln, Düsseldorf, Aachen und Münster betreffen, zielgerichtet reagiert. Von 2014 bis 2017 wurde ein mehrjähriges Wohnraumförderprogramm in Höhe von jährlich 800 Millionen Euro aufgelegt, das Zinsniveau für Darlehen drastisch gesenkt und mittlerweile sogar ein Tilgungsverzicht von 25 bis 35 Prozent eingeführt.

Um aber das Versorgungsproblem bei bezahlbarem Wohnraum in NRW und in Bonn nachhaltig anzupacken, braucht es eine Neuauflage des Programms über 2017 hinaus. Dafür werde ich mich einsetzen.